Der Alte Weg

Als den Alten Weg werden die Götter bezeichnet, die von den Kelten verehrt werden.

 

Mormy, die alles Nährende

Ihr ist alles, was wächst und lebt. Ihr Zeichen ist das Ei und sie ist die Mutter von allen. Ihre Güte und Wärme ist wohlig und macht warm.
Alle Wege der Welt und alle Meere und alle Wälder, jeder Halm und jeder Strauch ist von ihr gesegnet und wird verehrt. Was man ihr nimmt muss man auch wiedergeben, und jeder einzelne mag entscheiden, was es ist.

 

Padu, der alles Wärmende

Er ist der Gefährte von Mormy, er wärmt sie und schickt ihr das Wasser, das alles Leben zum wachsen braucht. Jeden Morgen erscheint er und bringt das Wetter mit. Mal erscheint er hell am Himmel, andernmal versteckt er sich und ist ganz grau und trist. Wer ihn verärgert, und das geht schnell, wird mit dem Wind gestraft. 

 

Lyxter, der ewig Wache

Er ist ihr Sohn und wankelmütig. Freude und Leid sind in ihm vereint, er neigt zu Spielen und so mancher ist schon durch einen Kartentrick oder ein Würfelspiel in eine ganz andere Schicksalsrichtung verfrachtet worden. Er ist das pure Leben und alle Gewohnheit ist ihm zuwider.

 

Der ewig Schlafende

Dessen Name in Vergessenheit geriet und der alle Träume macht. Die Ruhe und das Leise, die Kunst und alles was Fantasie erfordert wird von ihm geschätzt und geliebt. Besonders die Kinder mag er und sie mögen ihn, auch ist er der Wahrer der Traditionen. Und auch den letzten aller Träume überwacht er, und in Laughney ist es üblich, dem Toten nicht nur die Münzen für den Priester mitzugeben, sondern auch ein Stück seines Plaid, damit der ewig Schlafende erkennt, wo der Tote herkommt und ihm den schönsten aller Träume schenkt: Dem vom Leben in Laughney.

 

Die obersten Bewahrer des Glaubens sind die Druiden. Ein Druide aus Laughney hat in seinem Leben mindestens einmal den Traum des Gregor, dann weiß er welchem Weg er folgen will. Aber auch in anderen Landstrichen weißt ein Traum den Weg zur Old Lady und ihren Gents. Der Weg des Druiden führt meist zu einem Lehrer, der ihn die alten Geschichten lehrt, den Weg Mormys in aller ihrer Güte weist und das Leben als solches in aller seiner Vielfalt zu verehren erklärt.

 

Niemandem ist vorgeschrieben, welchen Pfad auf diesem allgemeinen Weg er einschlägt, der freie Wille ist das höchste Gut, das Mormy schenkt. Die Old Lady und die Gents geben wenig Gesetze vor, solange man das Leben achtet und ehrt kann man sie kaum erzürnen. Auch werden ihnen niemals lebendige Dinge geopfert, doch der erste Schluck Uiske Baene des Tages gebührt ihnen.

 

Da Mormy immer und überall ist, braucht es keine heiligen Hallen um sie zu ehren. Da Padu am Himmel ist und in enger Verbindung mit Mormy steht, braucht auch er keine Hallen. Lyxter ist dort zu Hause, wo gelacht und gespielt, geweint und gehadert, gezürnt und verarscht wird. Ihm zu huldigen Bedarf es nur eines Würfels, einer Spielkarte oder einer Münze. Und der ewig Schlafende ist immer da, wo eine Geschichte erzählt wird, Musik erklingt, etwas Neues geschaffen wird. Und natürlich ist die Verbindung zu ihm am stärksten in diesem kleinen Moment des Traumes, wenn man schon fast wach ist und sich trotzdem noch in seinen Sphären befindet.

 

Die Druiden an ihren heiligen Orten schaffen sich dort eine Zuflucht vor äußeren Einflüssen, und bestimmte Orte sind besonders heilig, da Mormy an ihnen besonders Gefallen findet. Doch eines Tempels oder eines Schreins bedarf es nicht und darum gibt es sie auch nicht.
Und jeder, ob Druide oder nicht, weiß, aus wessen Schoß er geboren und in wessen Schoß er zurückkehren wird: Mormys.

 

Die Druiden erhalten über ihre Träume und die alten Legenden eine gewisse Macht über Mormys Schöpfung. Sie betrachten alles Leben als heilig und würden es daher nie schädigen, doch sie wissen seine Kraft zu nutzen. Die, die offensichtlich ist und die, deren Flüsse nur sie erkennen.

 

Auch sind sie gebildet in allen Lebensbereichen und dienen allen als Ratgeber und Lebenshelfer. Viele schlagen den Weg der Heilung ein, aber es gibt auch andere, die sich eines Spezialgebietes ihrer eigenen Vorstellungen annehmen. Doch kein Druide würde ein verletztes Rebhuhn nicht versorgen.

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