Die Ritterschaft

In der Grafschaft Horneburg gibt es neben den Lehnsritter, auch den Hofritter und den Minneritter.
Im Gegensatz zu manchen anderen Ländern gibt es innerhalb Horneburgs keinem weiblichen Ritter. Dies bedeutet nicht, dass eine Frau nicht ein Lehn führen kann, sie wird zum Souverän ernannt und hat damit alle Recht und Pflichten eines Ritters, ohne den Titel eines Ritters zu führen.
Dazu kommen noch so genannte Ministerialen. Diese führen ein sogenanntes Amtslehn, haben allerdings einen Stand unterhalb eines Ritters.

 

Der Lehnsritter

Die meisten Ritter in Horneburg sind Lehnsritter, deren Familien häufig schon seit Generation das Lehn führen, denn die Rittertitel sind in der Regel erblich.
Es gibt zwei Wege in den Ritterstand zu kommen. Zu einem der Weg von der Pagenzeit über die Knappenzeit bis zur Schwertleite zum Ritter. Sie tragen ein von in ihrem Namen.
Der zweite Weg führt über den sogenannten Feldritter zum Lehn. Diese Männer stammen aus dem einfachen Volk und haben sich durch Taten hervorgetan. Sie tragen ein zu in ihrem Namen.
Es gibt in Horneburg kein Ritterschlag, sondern eine Schwertleite, auch für die Feldritter.

 

Der Hofritter

In Horneburg gibt es seit jeher einige Ritter, die kein Lehnführen. Sie dienen seit jeher den Baronen als Berater und Hofritter, weswegen sie auch kein Lehn führen.

 

Ministerialen

Man könnte Beamte zu ihnen sagen. Im Allgemeinen sind es bürgerliche Personen, sowohl männliche als auch weibliche, können aber auch von Stande sein, die nicht in den Ritterstand erhoben wurden.
Sie können vom Baron mit der Verwaltung eines Lehns, das so genannte Amtslehen, beauftragt werden und sind ihm allein Rechenschaft schulden.
Diese Vergabe eines Lehens ist auf das Amt, nicht auf die Person bezogen. Im Volksmund werden sie auch Vögte genannt. Nicht zu verwechseln mit den Vögten, die das Lehn ihres Herrn während seiner Abwesenheit verwalten.


Die Ministerialen genießen im Volk hohes Ansehen, da sie häufig aus ihren Reihen kommen.
Ein Ministerial aus dem Volk hat das Recht wie ein Ritter sein Schwert jeder Zeit zu tragen. Er darf allerdings kein eigenes Wappen führen und keine Sporen tragen.
Ein Ministerial von Stande, sei er nun in diesen Stand geboren oder vor der Ernennung zum Ministerial in den Stand eines Adligen erhoben, darf zusätzlich sein eigenes Wappen führen.
In beiden Fällen wird im Namen des Ministerial ein zu eingefügt, wie man bei den Ministerial von Lebenau sieht.


Ausrüstung der Ritterschaft

Die Rüstung
Kettenhemd

Kettenhaube
Kettenhandschuhe ( nur in normannischen Lehen )
Kettenbeinlinge ( nur in normannischen Lehen )
Gambeson ( nur in normannischen Lehen )
Nasalhelm oder Topfhelm
Mandelschild oder Dreieckschild ( nur in normannischen Lehen )
Rundschild oder ovales Schild ( nur in keltischen Lehen )

Die Waffen
Schwert
Lanze

Speer ( nur in keltischen Lehen )
Streitaxt
Streitkolben ( nur in normannischen Lehen )
Dolch

Auch wenn die Ausrüstungen zwischen den Normannen im Süden und den Kelten im Norden eher zugunsten der Normannen verteilt ist, sollte man nie einen Ritter der Kelten unterschätzen, es wäre sonst dein letzter Fehler gewesen. Die keltischen Ritter sind hervorragende Kämpfer mit Speer und Schild.



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