Besonderheiten

Kopfbedeckung

Die Kopfbedeckung ist eines der wichtigeren Kleidungsstücke. Die Frau vom Stande trägt einen Reif, der entweder aus edlem Metall oder edlem Stoff gefertigt wird. Der Mann vom Stand trägt einen Zinnenhut und meist eine Bundhaube darunter.

Das Volk trägt meist eine einfache Kappe oder Bundhauben.

 

Haartracht

Die Frauen tragen ihre Haare zu einem Zopf geflochten, während der Mann sein Haar lang und offen trägt. Dazu hat er einen sauber gestutzten Bart.

 

Tischsitten

Wenn man an einer fremden Tafel zu Gaste ist, so fängt man erst an zuspeisen, wenn der Gastgeber entweder dazu aufgefordert hat, oder selbst schonbegonnen hat. An der Tafel muss auf jeden Fall eine Kopfbedeckung getragen werden. Da Kopfbedeckungen ja vor der Kopflaus schützen und nicht immer vielZeit und Muße in die Kopfhaarpflege investiert wurde!

In der Regel erhebt sich der Gastgeber und spricht noch ein bis zweiWorte an seine Gäste bevor er das Speisen eröffnet. Im diesen Falle sollten die Gästeebenfalls alle aufstehen und mit einem Getränk seinen Wunsch erwidern. Ebenfallsverlässt man die Tafel nicht, bevor der Gastgeber es ausdrücklich erlaubt hat. Ansonsten muss man sich auf jeden Fall kurz entschuldigen.

Aus einer Zeit wo man noch ohneBesteck gespeist hat und die Hygiene nicht immer die beste war, ist der Brauch der "Wasserschale" entstanden. Sie wird kurz vor dem eigentlichen Speisen von der Dienerschaft gebracht. In ihr ist warmes Wasser, worin man sich dann kurz die Hände wäscht. Ein sehr angenehmer Brauch vor dem Essen.

 

Gastgeschenk

Eine der Traditionen in Horneburg ist es, wie in so manchem anderenLand, bei einer Festivität oder einer Einladung, dem Gastgeber ein Präsent zu überreichen. Das Geschenk ist in der Regel eine Kleinigkeit, welche aber innerhalb der Stände unterschiedlich ausfällt.

 

Gastrecht

Das Gastrecht ist natürlich eines der wichtigeren Dinge die man Wissen sollte. Ein Beispiel: An einem Orte sind Gäste zu einer Feier geladen. Nun ist der Gastgeber verpflichtet seine Gäste mit Speis und Trank zu verpflegen. Außerdem muss er für ihren Schutz garantieren. Sollten nun ein paar bewaffnete Haderlumpen die feiernden Gäste überfallen, dann muss der Gastgeber seine Gäste beschützen!

Würde ein Ritter unter den Gästen, welcher sich wieder glorreich hervorheben will in den Kampf einmischen, dann würde er damit den Gastgeber beleidigen. Die Aussage wäre eindeutig so, dass man es dem Gastgeber nicht zutraut seine Gäste zu beschützen. Anders ist es allerdings, wenn der Gastgeber seine Gäste um Hilfe bittet. Er fragt vielleicht die anwesenden Ritter, weil vielleicht seine einzige Wache verletzt ist. Solch eine Bitte ist absolut normal, doch muss sie erst einmal ausgesprochen werden.

Das gilt natürlich für Personen von Stand. Das gemeine Volk kann da keine Rechte geltend machen.

 

Hochzeitsessen

Seit jeher ist es Sitte, dass der Koch dem Brautpaar nicht sagt, was er auf den Tisch bringt. Dies bedeutet zwar, dass man dem Koch sehr vertrauen muss. Nur ist schon so mancher Koch verstorben, da man nicht mit dem Essen zu frieden war.

 

Besondere Bräuche aus Laughney

Das erste Ei nach der Wintersonnenwende ist für Mormy.
Das erste Ei am Tage des Laug Fest ist für den Gregor.
Das erste Ei nach der Sommersonnenwende darfst Du nicht essen, sondern musst es unter Dein Bett legen. Es fängt das Jahr über die bösen Träume.
Wer Mormy einen Dienst erweist, indem er seinem Erstgeborenen an seinem ersten Lebenstag ein Ei in die Milch gibt, dem schenkt Mormy eine reiche Ernte.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Freie Grafschaft Horneburg